Der Arbeitskreis Forschungsdaten der Leibniz-Gemeinschaft lädt ein zum jährlichen Workshop mit dem Thema:
Der nachhaltige Zugriff auf sowie die Sichtbarkeit und Nachnutzung von Forschungsdaten wird in der wissenschaftlichen Forschung zunehmend erforderlich, nicht nur weil wissenschaftspolitische Forderungen nach offener Datenpublikationen immer stärker in den Fokus rücken.
Doch qualitativ hochwertige Daten und deren Nachnutzung setzen ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement voraus, bei dem Daten für die Veröffentlichung verarbeitet, aufbereitet und mit Kontextinformationen (Metadaten) versehen werden.
Aber selbst wenn Forschungsdaten für die Nachnutzung vorbereitet sind, wie genau funktioniert dann anschließend der Workflow hin zur Veröffentlichung? Vieles ist im Ansatz davon klar, aber immer wieder stößt man dabei auch an Grenzen. Neben rechtlichen Aspekten, wie Datenschutzfragen oder auch Lizenzbedingungen, gibt es auch kleinere und größere Unterschiede bei der Publikation und Datenablage in Datenrepositorien und -archiven.
Der AK Forschungsdaten der Leibniz-Gemeinschaft möchte das Thema Nachnutzung von und Zugriff auf Daten im Kontext von Open Science und Open Data in seinem 6. Workshop am 29.06.2017 aufnehmen und die Herausforderungen sowie Schwierigkeiten thematisieren. Nach einer Einordnung des Themas in den wissenschaftspolitischen Rahmen mit Vorträgen von Förderern und Initiativen aus dem Bereich der offenen Datenpublikation und -nutzung wollen wir in thematischen Sessions verschiedene Fragestellungen beleuchten und diskutieren.
Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein. Der Workshop findet statt am:
Donnerstag, 29. Juni 2017 von 10:30 – 16:15 Uhr in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft Chausseestrasse 111, 10115 Berlin
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 70 begrenzt.
10:30 Uhr | Begrüßung (Harry Enke, AIP) |
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10:40-13:00 | Forschungsdaten im Kontext von Open Science (Moderation: Harry Enke, AIP) |
10:40-11:05 | Open Research Data (ORD) in a European Policy Context and Horizon 2020 Daniel Spichtinger, European Commission, DG Research & Innovation |
11:05-11:30 | Zielstellungen und Voraussetzungen für den Einstieg in die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) Stefan Liebig, Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) |
11:30-11:55 | Anbindung und Vernetzung verteilter heterogener Forschungsdaten – das Projekt GeRDI Timo Borst, ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft |
13:00-13:40 | Forschungsdaten – Perspektiven der Allianz(-Initiative) und einer Allianz-Organisation (Helmholtz) Hans Pfeiffenberger, Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) |
12:20-12:45 | Roadmap-Prozesse aus Sicht des Forschungsdatenmanagements Ricarda Opitz, Leibniz-Gemeinschaft |
12:45-12:55 | Diskussion |
12:55-13:00 | Einführung in die Nachmittagssession (Birte Lindstädt, ZB MED) |
13:00-13:40 | Mittagspause |
13:40-15:40 | Nachmittagssession: Parallele Arbeitsgruppen |
AG 1: Auffinden von Datensätzen | |
AG 2: Workflows für Datenpublikation | |
AG 3: Anreize/Hemmnisse für die Datenpublikation – Was funktioniert? | |
15:40-15:55 | Kaffeepause |
15:55-16:15 | Zusammenfassung der Arbeitssessions und Diskussion |
AG 1: Auffinden von Datensätzen (Enke, Goebel)
Ein Grund für die steigende Nachnutzung liegt auch in der besseren und einfacheren Verfügbarkeit von Forschungsdaten. Eine Vielzahl von Institutionen stellt heute eine noch viel größere Zahl von Datensätzen zu unterschiedlichsten Themen für die wissenschaftliche Forschung bereit. Forschungsförderer erkennen die verstärkte Bedeutung von Forschungsdaten und befördern die Nachnutzung von erstellten Daten, nicht zuletzt um eine effizientere Nutzung der Fördermittel zu erreichen, Fachzeitschriften verlangen zunehmend eine Übermittlung der verwendeten Datensätze und/oder der Syntax der entsprechenden Auswertung, oder wenigstens deren öffentliche Verfügbarkeit.
Hinsichtlich der Auffindbarkeit sollen insbesondere die folgenden Fragen diskutiert und Erfahrungen dazu ausgetauscht werden: